Thermische Verwertung

Mono-Verbrennungsanlage
Die Entsorgung von Klärschlämmen durch thermische Verwertung erfolgt bundesweit über die verschiedensten Wege, im Falle der TVM ist eine, speziell für diesen Zweck zu errichteten Monoverbrennungsanlage mit Wirbelschichtofen vorgesehen. Die Monoverbrennung hat für den Betreiber einer Kläranlage den Vorteil, dass Abwasserbehandlung und Klärschlammentsorgung autark an einem Standort stattfinden und gleichzeitig das "Abfallprodukt" der thermischen Verwertung (Wärme und Strom), als überschüssige Energie im Betriebsprozess der Kläranlage eingesetzt werden kann.


Diagramm Mono-Verbrennungsanlage Turbine Schlammbunker Trocknung Wirbelschichtofen Elektrofilter Trockengutsilo Wirbelsand Harnstoff Gewebefilter Luft-Kondensator Grafik: Born + Ermel

Klärschlammverbrennungsanlagen werden bei Temperaturen zwischen 850 und 950°C betrieben. Das sich bei der selbstständigen Verbrennung einstellende Temperaturniveau ist vom Energiegehalt und der Menge des eingebrachten, getrockneten Klärschlammes sowie von der Verbrennungsluftmenge abhängig.


Der erhebliche Vorteil durch Monoverbrennung (nur Klärschlamm) liegt insbesondere auch in der erforderlichen Rauchgasreinigung. Hier gibt es mittlerweile ausreichende technologische Erfahrung durch Perfektionierung der baulichen Anlage, die vorgeschriebenen Grenzwerte des Bundesimmissionsgesetzes problemlos einzuhalten.

Vorteile:

  • Langfristige Entsorgungsplanung für Kläranlagenbetreiber
  • Zerstörung der organischen Schadstoffe im Klärschlamm
  • Energiegewinnung
  • Rückgewinnung von Phosphor aus der Asche möglich, schont somit Ressourcen und eröffnet neue Märkte
  • Vermeidung weiter Transportwege durch interkommunale Zusammenarbeit entlasten Mensch und Umwelt